Viola Richter-Jürgens
Das Leben - wie ein Stück Seife*


Willkommen auf meiner Website!


Was war denn schon? Rückblick >> 


Was ist:

"45. Kunstpreisausstellung 2022/Kulturstiftung Sparkasse Karlsruhe"
15.2.22 b. a. w.

„Pflanzen als (Über-)Lebenskünstler“ ist das Thema des 45. Kunstpreises 2022 der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe.
Insgesamt haben 729 Künstler*innen eine Arbeit in digitaler Form eingereicht.
Anhand dieser digitalen Abbildungen hat die Jury 85 Arbeiten für die Ausstellung ausgewählt.
Mein Bild „Paradise 5_Lasting Connection“ hat die Kunstpreis-Jury überzeugt und wird in der diesjährigen Ausstellung gezeigt.
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und der zu erwartenden weiteren Entwicklung wird die Kunstpreis-Ausstellung leider nicht wie geplant
im Kundenzentrum der Sparkasse Karlsruhe, sondern wie bereits im vergangenen Jahr ausschließlich digital präsentiert.
Sie können die Bilder in zwei Versionen betrachten: als Video auf Youtube und als Bildergalerie.
Die Links zu dem Video und zur Bildergalerie finden Sie auf der Website der Kulturstiftung:

45. Kunstpreis 2022 | Kulturstiftung (sparkassenstiftungen-ka.de)


"Klima.Wandel“

Arbeitsgruppe WIR des Künstlerinnenforums bi-owl e. V./Stadthalle Gütersloh
4.5.22-Anfang August 22

Vernissage: Mittwoch, 04.05.2022 | 19 Uhr
Galerie im Forum der Stadthalle Gütersloh, Friedrichstraße 10 | 33330 Gütersloh

Geöffnet: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr sowie zu Veranstaltungen in der Stadthalle
und nach Vereinbarung | Telefon 05241 864-244


"WIRSELBSTVERSTÄNDLICH"
AG WIR des Künstlerinnenforums bi-owl e. V./Forum junger Künstler/Schloss Neuhaus
13.8.-28.8.22

"Jubiläums-Skulpturenpfad Werther"
02.-04.09.2022
Ablauf des Jubiläums-Skulpturenpfad:
Freitag 02.09.22: Vernissage mit Musik, Einführung und Begehung und Ausklang im Hof des Hauses Werther
Samstag 03.09.22: Führungen, Workshops und Feier mit Musik im Hof des Hauses Werther
Sonntag 04.09.22: Führungen, Finissage mit Preisverleihung
www.skulpturenpfad-werther.de
Meine Arbeit: Roter Faden Leben ...
... zieht sich von der Holzbrücke über den Schwarzbach 230 Meter durch den Park bis zur Brücke vor dem Haus Werther.
Was macht das Leben aus, was gehört dazu? 100 Ansichten, Blickwinkel, Perspektiven sind als Bruchstücke auf Notizzetteln angebracht und können mit eigenen Notizen ergänzt werden. Es gibt keine Antworten, aber vielleicht Anregungen zum Innehalten und Weiterdenken. 

Für die eigenen Notizen und Wünsche ans Leben gibt es am Ende des roten Fadens einen Briefkasten.
Die Ergebnisse können auf dieser Seite nachgelesen werden. 


Mehr Aktuelles gibt's auf Alltagsseite 1  ...
... und Alltagsseite 2

 

Egal, was kommen mag - Zeichnen und Schreiben bleiben ...

 ... und ein Gang durch meine virtuelle Ausstellung mit einigen Worten zu meiner Person


 Bild/Illustration 

Wie es begann

In der Küche brennt schwach die Gaslampe, so schwach, als brennte sie gar nicht. Das schon macht einen Teil ihres Zaubers aus. Und wie ich so rumsitze in dieser Küche und sie genieße, fragt Frau Rusch mich Vierjährige, ob ich malen möchte. Ja, ich möchte. Sie öffnet die Schublade unter der Tischplatte und zieht weißes Einwickelpapier hervor von Waren, die sie gekauft, hier ausgepackt, das Papier wieder glattgestrichen, zweimal zusammengelegt und in der Schublade übereinander gelegt hat. Ich kann mich nicht satt hören am dunklen Knistern von diesem Papier. Es gibt einen Stift, aber der genügt mir. 

Ich erinnere mich nicht an das, was ich gemalt habe, ich erinnere mich wohl an das Gefühl. Flow ist der rote Faden, der sich durch meine Kunstgeschichte zieht. Alles vergessen im Zeichnen, denn das allein ist meins. 

Objekt/Installation

Mehr als ein Blatt Papier 

Manche Objekte werden geschaffen, um sie am Ende zu zerstören. Das kann sehr schmerzhaft sein, aber auch befreiend.

Mein erstes Objekt war ein riesengroßer Karton, eingerichtet als Zimmer, anlässlich der ersten "Originale" in der Universität Bielefeld. 

Immer noch wertvoll ist mir mein "Parcours der Vergänglichkeit", den ich an die 10 x entweder mit allen oder mit einzelnen Stelen, auch als Ergänzung zu Tagungen und Fachgesprächen gezeigt habe. Das Großartigste war die Ausstellung in der Altstädter Nicolaikirche mit einem Themengottes- dienst zur Vergänglichkeit.  

Es berührt mich, wenn die Menschen zwischen den Stelen wandeln, lesen, still sind, sich erinnern und Kinder dazwischen herumspringen.

Text/Textbild

Schreiben!

Geschrieben habe ich zuerst in ein rotes Tagebuch mit goldenem Schloss und Schlüssel - ein Geschenk meiner Großmutter. Seitdem habe ich Kladde um Kladde gefüllt. Als genug Tagebuch war, habe ich freie Texte geschrieben. Deren Eigenart ist: man riskiert, dass auch andere Leut' sie lesen, folglich erhöht sich der persönliche Anspruch. 

Schreiben ist wie Zeichnen. Etwas rumort im Kopf. Mal schreibe ich einen Text zu einem Bild, mal zeichne ich ein Bild zu einem Text, mal schreibe ich nur einen Text, mal gesellt sich viel später Text zu einem Bild und umgekehrt. 

Notiz vom 11.8.19: In der Waschküche mit Frau K. Sage ihr, dass ich manchmal am Sinn meiner Arbeit zweifle. Sie erzählt, wie ihr mein Bild "Als ich schreiben lernte" über Monate nicht aus dem Kopf gegangen ist, bis sie es endlich gekauft hat. "Da haben Sie Ihren Sinn!"


Resümee

Meine Themen: Frauen, Biografie-Arbeit, Erinnern, Vergessen. Mitten im Leben stehen und der Vergänglichkeit begegnen. Das Leben meistern trotz oder wegen aller Widerstände – nach bestem Vermögen. Wissen wollen, was hinter der Tür ist. Im Märchen steht das unter Strafe. Ich möchte wissen, was hinter der Tür ist, entdecke die hellen Seiten, aber auch Alter, Endlichkeit. Ich möchte mit meinen Bildern den Menschen die Gelegenheit geben zu entdecken, was hinter i h r e r Tür ist.
Nicht so viel erklären, sondern selbst herausfinden lassen, denn meine Tür ist nicht deine.

 War ich nicht gestern erst fünf – ich sehe doch die kleine Blechpumpe vor mir, mit der ich das Wasser unermüdlich aus dem kleinen Bottich in den kleinen Eimer pumpe. War ich nicht gestern erst sieben und kratzte den Schorf von meinen schwarzen Knien? Gäbe es keine Spiegel, ich würde mich gerne täuschen lassen, wäre ewig jung in meinem kurzen roten Kleid mit den weißen Tupfen, den weißen Kniestrümpfen, die immer rutschten und den Sandbergen, die drinnen ganz kühl waren, wenn ich tief genug grub.

 

Auf den folgenden Seiten sehen Sie eine Auswahl meiner Arbeiten (die mit x versehenen sind verkauft).

Bitte die obere Leiste durchblättern.

Ein Klick auf die Bilder bringt Groß-/Gesamtansicht.